Nachsechseläuten 2007
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Das Air Force Center Dübendorf war Treffpunkt am regnerischen Samstagnachmittag, dem 5. Mai 2007. „Höhenflüge am laufenden Band“, so lautete das Programm. Und so kam es auch, wobei der Höhenflug der altehrwürdigen Ju-52, bedingt durch den tiefliegenden Wolkenplafond, nicht so hoch ausfiel. Trotzdem wurde an Bord eine nostalgische Verpflegung serviert, nämlich je ein Sugus bei Start und Landung zur Unterstützung des Druckausgleiches im Ohr. Die Route führte über dem Greifensee Richtung Rapperswil-Jona, den Walensee, ab Sargans das Rheintal hinunter bis Grabs, durch das Toggenburg und über den Ricken zurück nach Dübendorf. Bedingt durch die geringe Flughöhe waren viele Details von Landschaft und Besiedelung zu erkennen. Der Copilot informierte laufend über den Flug und technische Details der Ju-52, der Pilot besorgte das Fliegen bis zur butterweichen Landung. Alle 17 Passagiere waren des Lobes voll über den Rundflug.
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Die dritte Gruppe kam in den Genuss einer spannenden, unterhaltsamen Führung durch das Flieger-Flab-Museum. Der Führer, selber ehemaliger Militärpilot, schilderte die Geschichte der Militärfliegerei vom Luftballon bis zur FA-18. Auch über die Entwicklung der Fliegerabwehr wusste er vieles zu erzählen, insbesondere auch über die damalige grosse wirtschaftliche Bedeutung der Maschinenfabrik Oerlikon für Zürich.
Der Vortrag von Brigadier Daniel Lätsch zum Thema „Wohin zielt die Schweizer Armee?“ bildete einen weiteren Höhepunkt des Programmes. Der Referent schilderte in eindringlichen Worten die heutige und möglich zukünftige Bedrohungslage, welche sich grundsätzlich von der früheren Situation unterscheide.
Die Armeen müssten sich verändern. Die technologische Entwicklung ermögliche eine viel höhere Wirkung am Ziel, und das mit weniger Personal als früher. In verschiedenen europäischen Staaten würden die Milizarmeen in Berufsarmeen umgewandelt, da die raschen technischen Veränderungen der Waffensysteme im Milizsystem kaum mehr zu beherrschen seien.
In der Schweiz wäre langfristiges strategisches Denken notwendig, welches sich nicht an kurzfristigen Wahlerfolgen orientiere. Es bestehe die Gefahr taktischer Manöver der Parteien in National- und Ständerat, welche die notwendige Entwicklung lähme. Dies zu Lasten einer langfristigen Sicherheitspolitik, welche dem Erhalten unserer Gesellschaft dienen müsste.
Das ganze Programm war kulinarisch umrandet von einem Willkommensapéro, einem währschaften Zvieri im Obergeschoss einer der Museumshallen sowie einem feinen Nachtessen im Restaurant Altes Klösterli in Fluntern.
Der sehr gelungene Anlass war vortrefflich organisiert durch das OK aus der Hochwachtgruppe, besten Dank an das Team unter Leitung von Edi Stehli.
André Oprecht / Chronist









