Am Treffpunkt im Hauptbahnhof Zürich traf sich die Vorsteherschaft mit Partnerinnen und war gespannt auf das vielversprechenden Programm, welches durch Thierry Carrel, den Ehrengast am Sechseläuten 2011, organisiert wurde. Das Tages-Motto hiess „Verborgenes sichtbar machen“, dargestellt an den drei Schwerpunkten Spitzenmedizin am Herz, kristalline Wunder aus dem Erdinnern sowie einer Führung im Kunstzentrum von Paul Klee.
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Thierry Carell empfing uns mit seiner Frau im Hauptbahnhof Bern. Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir das Inselspital, wo wir im seinem Institut für Herz- und Gefässchirurgie Interessantes über die Möglichkeiten der Herzchirurgie erfuhren. „Das Herz erbringt erstaunliche Leistungen, pro Jahr schlägt es durchschnittlich 3.1 Millionen Mal und pumpt 2.5 Millionen Liter Blut in den Kreislauf - eine Riesenleistung“. Wenn immer möglich, würden Eingriffe am Herz ohne Öffnen des Brustkorbes durchgeführt. „Katheter werden von aussen durch Blutbahnen direkt zum Herzen geführt. Mittels Ballondilatation und Stenteinlagen werden verstopfte oder verengte Herzkranzgefässe wieder durchlässig gemacht“. Falls trotzdem am offenen Herz operiert werde, müsse eine Maschine die Aufgabe des stillgelegten Herzes übernehmen. „Mitarbeitende des Inselspitals haben derartige Maschinen weiterentwickelt und weltweit beachtete Fortschritte erzielt“, sagte Thierry Carrel. Anhand einer kleinen Ausstellung von künstlichen „Herzersatzteilen“ und Operationswerkzeugen konnten wir diese Gegenstände betrachten und den anwesenden Mitarbeitenden aus Carells Team Fragen stellen.
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Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Personalrestaurant mit Sicht auf Bern und die Alpen brachte uns ein Postauto zum Naturhistorischen Museum der Stadt Bern, wo wir eine sehr interessante Führung über die spektakulären Funde von Kristallen am Planggenstock im Kanton Uri erlebten. Wunderschöne, in zarten Farben leuchtende Kristallgruppen, während Millionen Jahren im verborgenen Berginnern gewachsen, sind im Museum effektvoll ausgestellt.
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Anschliessend ging es weiter zum Paul-Klee-Zentrum. Der Architekt Renzo Piano hat bei der Realisierung des Zentrums Ideen und Formen von Paul Klee in die Projektierung integriert. Mit den drei Wellen entstanden drei neue Hügel, eingebettet zwischen geschwungenen Hügeln der gewachsenen Topografie und angrenzend an die Autobahn als Lebensader der heutigen Zivilisation. In einer sehr unterhaltsamen Führung erfuhren wir - dem flüchtigen Betrachter verborgene - Bedeutungen von Farbgebung, Zeichen, Formen und Figuren am Beispiel einiger Bilder von Paul Klee.
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Zum Abschluss des Tages genossen wir gemeinsam mit dem Ehepaar Carell sowie Vertretern des Inselspitals und der Universität Bern in der Kocher-Villa ein ausgezeichnetes Abendessen. Unser Zunftmeister bedankte sich bei Herrn und Frau Carell in einer kurzen zöiftigen Rede für die grosszügige Einladung zu einem unvergesslichen Tag in Bern.
André Oprecht, Chronist | |