Martinimahl 2006
Begrüssung und Ehrungen durch den Zunftmeister
Am Samstag, 5. November, traf sich die Zunft Fluntern zum traditionellen Martinimahl in der wie immer festlich geschmückten Stube im Kunsthaus. Anschliessend an die traditionelle Begrüssung erwähnte der Zunftmeister speziell die Ehrengäste aus Bern, damit diese einmal sähen, wo das Geld, welches in Bern ausgegeben werde, herkomme.
Rede des Zunftmeisters
![]() |
In seiner Rede ging der Zunftmeister auf die Kongresswahlen und die wahrscheinlichen Machtverschiebungen in den USA ein. Die Dominanz der Republikaner, welche zu einer Überheblichkeit der Politiker geführt habe, neige sich dem Ende zu. Diese Überheblichkeit habe letztlich zum Fiasko im Irak geführt. Es sei zu hoffen, dass die USA zwar Führungsmacht bleiben, die Regierung aber wieder bescheidener würde. Wir Schweizer könnten daraus einige Lehren ziehen: Eine vorsichtige Aussenpolitik mit Bodenhaftung, keine Politiker mit Weltverbesserungsansprüchen; helfen, wenn es erwünscht sei, nie einer einzigen Partei die Macht übergeben und ausgebaute Volksrechte seien das beste Mittel, Regierungen vor epochalen Dummheiten zu bewahren - alles Schweizer Tugenden. Die Amerikaner würden diese Tugenden soeben neu entdecken. Dies sei eine gute Nachricht.
Ehrengast Dr. Beat M. Fenner
Zunftmeister Zunft zum Kämbel
Ehrengast Andreas Lutstorf
Obmann der Zunftgesellschaft zu Schmiden, Bern
| Begleiter Michael Aerni, Alt Zunftrat der Zunftgesellschaft zu Schmiden, Bern In seiner Rede ging der Berner Ehrengast auf die Unterschiede zwischen Bern und Zürich ein. Im Gegensatz zur Fluntermer Zunft hätten die Berner ein erhebliches Vermögen. Zur Sprechgeschwindigkeit bemerkte der Ehrengast folgendes: Seine Freunde in Bern hätten ihm gesagt, mit seinem Redetempo sei seine Redezeit abgelaufen, bevor er zur ersten Pointe komme. In seiner kurzen Antwort bemerkte der Fluntermer Zunftmeister, er habe während der Redezeit doch ziemlich viel gesagt. Das komme sicher daher, dass die Berner Schmidenzunft regelmässig bei der Zürcher Zunft zur Schmiden zu Gast sei. Wie ihn Herr Lutstorf im Gespräch informiert habe, sei er bei den Zürcher Schmiden am meisten beeindruckt von einem gewissen Christoph Mörgeli. |
Gesellenshow
In der Gesellenshow zu später Stunde gingen die Zunftgesellen auf die interzöiftigen sportlichen Aktivitäten ein. Die Niederlage der Fluntermer im Fussballturnier werde durch den strahlenden Sieg beim Kegeln gegen die Gesellen der Zunft der Gerwe und Schuhmacher mehr als wett gemacht. Als Dank für die grossen Verdienste für die Fluntermer Zunftgesellen verliehen diese Gérard Eyb die Würde des Gesellenvaters und beförderten Nino Mattenberger zum Ehrengesellenvater. |
|




